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Die Geschichte der Sonnenbrille: Vom Luxusgut zum Lifestyle-Must-have

Die Anfänge der Sonnenbrille

Der wohl erste namentlich bekannte Sonnenbrillenträger ist Kaiser Nero (37-68 vor Christus). Er soll einen Smaragd benutzt haben, um das Treiben in der Arena besser verfolgen zu können. Laut neuesten Erkenntnissen ging es ihm allerdings nicht darum, schärfer zu sehen. Er wollte vielmehr seine Augen schützen! Gladiatorenkämpfe fanden im alten Rom unter freiem Himmel – und strahlendem Sonnenschein – statt.

Ebenfalls überliefert sind Walknochen mit schmalen Sichtschlitzen. Sie sollten ihre Träger vor Reflexionen der Sonne auf Schnee schützen, indem sie das einfallende Licht reduzieren. Eine wirklich clevere Idee, wenn auch nicht so wirklich stylisch. ?

Das Licht der Neuzeit

Mit Ende des Mittelalters beginnt nicht nur die Aufklärung – auch die Entwicklung der Sonnenbrille kommt ordentlich voran. Im 15. Jahrhundert existieren bereits Sonnenbrillen mit farbigem Glas. Hergestellt wurden meist blaue oder grüne Gläser.

Und die Form? Möglich waren vor allem Eingläser, Scherenbrillen, Zwicker und Monokel. Fassungen mit Bügeln wie wir sie kennen gibt es erst seit Anfang des 18. Jahrhunderts. 

Als zusätzlicher Schutz wurden alten Sonnenbrillen Stoff und Leder hinzugefügt. Sie sollten noch mehr Licht abschirmen. 1797 wurde in England die Doppelbrille mit seitlich vorklappbaren Sonnenschutzgläsern erfunden – ein echter Durchbruch!

Die Moderne und die Sonnenbrille: Der Siegeszug beginnt

Schon früh erfreuten sich Sonnenbrillen größter Beliebtheit. Erschwinglich waren sie aber nur für die wenigsten. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Sonnenbrillen als Einzelanfertigungen hergestellt.

Und der UV-Schutz? Dieser war zu diesem Zeitpunkt noch kein Thema. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts fanden Wissenschaftler die unsichtbaren Strahlen – allerdings ohne unsere heutigen Filtermöglichkeiten. Bekannt war jedoch, dass blaue Gläser das Licht ungefiltert aufs Auge fallen ließen, gelbe oder grüne Gläser hingegen nicht. Der erste UV-Filter war geboren.

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Bildunterschrift: Von der Einzelanfertigung zum Fashion-Must-have: Heute haben wir schier unendliche Möglichkeiten bei Fassung, Glasfarbe und Stil.

Bildquelle: https://unsplash.com/photos/XhMSz5I1kn8

Endlich: Wir nähern uns der Sonnenbrille wie wir sie kennen

Dass wir heute mit ultraleichten Gläsern durch die Straßen flanieren können, verdanken wir dem Optiker Simon Pössel. Gleichmäßige Farbgläser herzustellen war schwer: Von Farbunterschieden bis hin zu unterschiedlichen Stärken der Gläser konnte so einiges schief gehen. Pössels Lösung: Er klebte auf gleichmäßig dünne durchsichtige Gläser eine dünne farbige Glasschicht.

In den 1930er Jahren gelingt schließlich ein Durchbruch beim UV-Schutz: Die Firma Schott bringt ihr Sonnenschutzglas Umbral auf den Markt. Dieses gibt es in vier Filterkategorien (25, 50, 65 und 80 Prozent). 1936 folgt dann das Kultmodell von Bausch & Lomb: die Pilotenbrille. Dank Fließbandproduktion und Filmindustrie avanciert die Sonnenbrille ab den 1950er Jahren dann unaufhaltsam zum Fashion- und Lifestyleprodukt.

Du möchtest weitere Infos zu Sonnenbrillen?

Was verspiegelte und polarisierte Sonnenbrillen-Gläser können? Das erfährst du hier.

Schützen günstige Sonnenbrillen? Darauf solltest du beim Kauf deines neuen Modells achten.

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